Dein erster Online-Kurs: Diese 3 Möglichkeiten solltest du kennen

Aktualisiert am 10. Januar 2022 von Nicole Werner | min Lesezeit

Du möchtest deinen ersten Online-Kurs erstellen. Weißt aber noch nicht wie du das technisch gelöst bekommst? Vor knapp 12 Monaten habe ich meinen ersten Online-Kurs innerhalb einer Facebook-Gruppe durchgeführt, meinen zweiten habe ich zusätzlich auf meiner Webseite mit Thrive Apprentice integriert. Meinen dritten werde ich entweder auf Elopage aufbauen oder ich werde mir eine eigene Plattform mit Learndash entwickeln.

In den folgenden Abschnitten gehe ich durch die unterschiedlichen Optionen, die ich dir besonders zu Beginn deiner Online-Kurs-Karriere wärmstens empfehlen kann.

Für die Umsetzung des Online-Kurses brauchst du neben deiner Expertise und deinem Wissen, das du deinen Teilnehmern vermitteln möchtest, folgende Punkte:

  • Tools, um deine Inhalte zu erstellen: Live-Workshops (z.B. Zoom), Workbook (z.B. CANVA, Powerpoint, Word), Video
  • Eine Plattform, auf der du die Inhalte deinen Teilnehmern zur Verfügung stellst
  • Eine Bezahlmöglichkeit und die Rechnungserstellung
  • Mögliche Community-Funktionen (für Fragen und Antworten, wöchentliche virtuelle Treffen, …). Hier kommt es auch darauf an, ob du einen Selbstlernkurs anbietest oder einen Online-Kurs mit Begleitung
  • E-Mail-Anbieter für die Kommunikation mit deinen Teilnehmern

In den folgenden Vorstellungen zeige ich dir die Vor- und Nachteile meiner liebsten Kursplattformen.

Möglichkeit 1: Deine eigene Webseite

Die einfachste Möglichkeit ist, die Inhalte auf einer Unterseite einzufügen. Du schützt diese Seite dann mit einem Passwort. Die Bezahlung erfolgt z.B. durch eine von dir geschriebene Rechnung. Auf der Rechnung könntest du einen Paypal-Link einfügen. So können deine Kunden, durch einen Klick deine Rechnung mit Paypal begleichen. Das Passwort und den Link zur Unterseite gibst du über eine E-Mail raus. Du könntest auch statt der manuell geschriebenen Rechnung einen Bezahldienst wie Elopage oder Digistore einbinden.

Vorteile: Geht einfach. Schnell umsetzbar. Meist auch ohne Zusatzaufwand, solange du eine WordPress-Webseite hast.
Nachteile: Das Passwort kann weitergegeben werden. So haben auch andere, die deinen Kurs nicht gekauft haben, Zugriff auf diese Inhalte. Community-Funktionen fehlen.

Meine Empfehlung: Diese Lösung ist gerade für absolute Starter:innen im Online-Business empfehlenswert, da sie schnell und einfach umsetzbar ist. Für höherwertige Kurse würde ich es nicht einsetzen, da das Passwort weitergegeben werden kann.

So sieht das in WordPress aus - Passwortgeschütze Seite
So sieht das in WordPress aus – Passwortgeschütze Seite
Seite ist geschützt
Seite ist geschützt (lass‘ dich nicht von den Schneeflocken irritieren 😁)

Möglichkeit 2: Facebook-Gruppe

Facebook-Gruppen sind empfehlenswert, wenn du einen Probelauf starten möchtest, bei dem die Teilnehmer entweder umsonst oder für einen vergünstigten Preis teilnehmen können. Nennt sich auch gerne BETA-Kurs. Du lädst deine Teilnehmer zur Gruppe ein und veröffentlichst direkt in der Gruppe nach und nach deine Inhalte als Video und / oder Workbook.

Vorteile: Es sind Community-Funktionen vorhanden. Du kannst wöchentliche Frageposts einstellen, unter dem die Teilnehmer direkt die Fragen stellen können. Du bekommst in Echtzeit mit, ob es Schwierigkeiten mit deinen Kursinhalten gibt und kannst die Fragen zentral an einem Ort beantworten. Deine Teilnehmer können sich untereinander austauschen. Da es in Facebook ist, ist die Interaktion noch größer als auf anderen Plattformen. Da die Teilnehmer ohnehin in Facebook unterwegs sind, müssen sie sich nicht extra einloggen. Du hast volle Zugriffskontrolle für deine Gruppe, es können nur die Teilnehmer die Informationen konsumieren, die du in der Gruppe zugelassen hast.
Nachteil: Es ist Facebook. Denke immer daran, die Daten gehören nicht dir. Einige Teilnehmer möchten Facebook nicht verwenden. Was passiert, wenn du aus Facebook ausgesperrt wirst? Wenn Facebook nicht erreichbar ist? Wenn Facebook sich entschließt eine dir notwendige Funktion zu ändern? Du hast keinerlei Mitspracherecht. Facebook ist auch kein langfristiger Speicherplatz für deine Kursinhalte.

Meine Empfehlung: Nur für den Anfang geeignet. Für höherwertige Kurse kannst du Facebook-Gruppen als tolle Ergänzung für das Community-Gefühl einsetzen. Aber nicht, um deine Kursinhalte zu teilen.

Möglichkeit 3: Elopage

Mit Elopage hast du eine Plattform, mit der du unterschiedliche Funktionen gebündelt hast. Dein Verkauf wird über Elopage abgewickelt, der Teilnehmer hat auf deine Kursinhalte innerhalb der Kursplattform von Elopage automatisch nach Zahlungseingang Zugriff. Du kannst deinen E-Mail-Marketing Anbieter mit Elopage verbinden. Die Kursplattform macht einen guten ersten Eindruck 😊.

Vorteile: Du hast eine professionelle Kursplattform für deine Inhalte. Die Preise beginnen bei 0 EUR. Ich zahle aktuell um die 15 EUR für die unterschiedlichsten Funktionen, wie z.B. automatische Rechnungsstellung, Zusatzfelder wie Newsletter-Einwilligung im Verkaufsprozess einfügen, Tracking, Gutscheincodes und die Verbindung zu meinem E-Mail-Marketing Anbieter.

UPDATE 16.12.2021: Die Preise wurden angepasst. Der kleinste Tarif beginnt nun bei 29 EUR / Monat. Die oben vorgestellten Zusatzfunktionen sind dann teilweise im kleinsten Tarif enthalten.

Nachteile: Teilweise anspruchsvoll und für manche undurchsichtig sind die unterschiedlichen Zahlungsmodalitäten bei Elopage. Dazu an anderer Stelle mehr oder sprich mich direkt an.

Meine Empfehlung: Bei Elopage gibt es einige Funktionen, die ich lieben gelernt habe. Wenn du aus den ersten zwei Möglichkeiten rausgewachsen bist, ist das eine wunderbare Möglichkeit ohne Programmierung deiner eigenen Kursplattform einiges an Mehrwert für deine Teilnehmer zu liefern. Elopage ist weniger dafür geeignet, es ausschließlich als Zahlungsanbieter zu verwenden.

Beispiel für einen Online-Kurs auf Elopage: Philine Bach - Natürliche Porträt-Fotografie (meine Fotografin!)
Beispiel für einen Online-Kurs auf Elopage: Philine Bach – Natürliche Porträt-Fotografie (meine Fotografin!)

So geht’s weiter: Learndash

Learndash ist eine eigene Kursplattform, die auf WordPress installiert wird. Ich empfehle dir dafür eine Subdomain zu nehmen. Meine Hauptdomain ist z.B. nicolewerner.com, eine Subdomain hat einen kleinen Vorsatz vor der eigentlichen Hauptdomain, wie akademie.nicolewerner.com und hat eine eigene WordPress Installation. Du hast dann zwei Instanzen: deine Hauptwebseite und die Kursplattform für deine Teilnehmer. Die Kursplattform kann sehr viele Ressourcen benötigen und so die Geschwindigkeit deiner Hauptseite anknabbern. Durch die Trennung passiert dir das nicht. Außerdem ist es ein Sicherheitsthema. Fazit: Kursplattform von deiner Webseite immer trennen. 

Die Daten gehören immer dir, wenn sie auf deiner Webseite liegen (vergiss nicht ein anständiges, regelmäßiges Backup einzurichten!). Im Gegensatz zu Möglichkeit 1 hat jeder Teilnehmer einen eigenen Benutzernamen und ein eigenes Passwort. Die Kursplattform einzurichten, ist aber um einiges komplexer. Ich freue mich auf Januar 2022, da werde ich mir diese Möglichkeit genauer anschauen und dazu nochmal separat berichten. Auch wenn ich Elopage großartig finde, liebe ich es, selbst tiefen Eingriff (mehr als nur oberflächlich) auf die Umgebung zu haben und mir die Plattform so einzurichten, wie es mir gefällt. Das geht bei den angemieteten Online-Kursplattformen nur bis zu einem gewissen Grad.

Beispiel für Learndash von Yvonne Kraus - Schreibkalender
Beispiel für Learndash von Yvonne Kraus – Schreibkalender

Hinweis zu den Verlinkungen: Empfehlung der zwei Damen (Philine und Yvonne) aus Überzeugung und Bewunderung. Nichts anderem.

Es kommt sicherlich darauf an, an welcher Stelle du dich mit deinem Online-Kurs befindest. Welche Lösungen hast du schon ausprobiert? Welche sind super? Und welche gingen gar nicht?

Über die Autorin

Ich helfe Selbstständigen und kleinen Unternehmen zu verstehen, was sie bei der Bearbeitung der Daten (insbesondere ihrer Kundendaten) beachten sollten und wie sie ein Konzept für den Datenschutz in ihrem Unternehmen erstellen können.

Außerdem habe ich eine Superpower: Ich mache aus Mandarinen Elefanten.

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  1. Danke für diese ausführliche Übersicht, klar und verständlich erklärt! Das ist sehr hilfreich! Und vor allem mit diesem step-by-step Ansatz auch machbar. Ich liebe deine Tipps und pragmatische Art und bin für diesen Kalender jeden Tag sehr dankbar 🙂

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