So baust du deine E-Mail-Liste auf, selbst wenn du noch keine Webseite hast.

Aktualisiert am 12. Januar 2022 von Nicole Werner | min Lesezeit

Mich hat es umgehauen. Anfang August 2021 habe ich die erste Runde meines ActiveCampaign Einsteigerkurses Endlich loslegen mit ActiveCampaign mit einigen wundervollen Damen und Herren durchgeführt. Mit dem Ziel innerhalb von vier Wochen den ersten Newsletter zu verschicken. Schritt-für-Schritt haben wir gemeinsam das E-Mail-Marketing-Tool aufgesetzt.

Womit ich nicht gerechnet habe: Viele hatten keine Webseite. Ich wäre NIE auf die Idee gekommen, dass das Bedürfnis, eine E-Mail-Liste VOR einer Webseite aufzubauen, kommen könnte.

Ich habe für mich gelernt, ich darf die Anmeldeseite für die Kursanmeldung noch einen Ticken konkreter bezogen auf die Anforderungen meiner Kurse ausarbeiten.

Wie du aus meinem Artikel Webseite Ja oder Nein? erkennen kannst, finde ich Webseiten eines der sinnvollsten Instrumente für Selbstständige. Ich empfehle sie Selbstständigen uneingeschränkt.

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du deinen Newsletter promoten kannst, obwohl du keine Webseite hast.

So bekommst du neue E-Mail Abonnenten, auch wenn du keine Webseite hast

Eine Webseite ist der ideale Dreh- und Angelpunkt, um deinen Newsletter zu präsentieren. Du kannst das Anmeldeformular direkt in dein Startbild integrieren, in der Menüleiste, als Pop-up und in deinen Blogartikeln verlinken.

Für den Fall, dass du noch keine Webseite hast, zeige ich dir welche Möglichkeiten du hast. Fangen wir aber mal bei 0 an.

Entscheide dich für einen E-Mail-Marketing-Anbieter
Ich liebe ActiveCampaign. Andere schwören aber auch auf Sendinblue, Mailerlite und Co.

Gib deiner Zielgruppe einen Grund, sich bei dir für deinen Newsletter anmelden zu wollen
Erstelle eine Haben-Wollen-Kostprobe (auch Freebie genannt). Etwas, dass dich für die Erstellung einmalig ein paar Stunden Arbeit kostet und deine Zielgruppe unbedingt haben will. Ich habe aktuell das Freebie: Welche Tools du wirklich für dein Business online brauchst, wobei es auch besser geht, wie z.B. mit meinem Adventskalender.

Überzeuge mit Mehrwert
Liefere Mehrwert über Social Media (wenn du noch keine Webseite hast). Zum Beispiel mit Tipps, Tricks, Hacks. Teile deine Erfahrungen, wenn sie deiner Zielgruppe von Nutzen sind.

Teile oft und gerne die Anmeldemöglichkeiten zu deinem Newsletter
Es gibt einige Möglichkeiten (s. weiter unten für Inspirationen), den Link zu deinem Newsletter in deinen Social Media Profilen zu teilen. Füge den Link doch auch in deiner E-Mail-Signatur ein.

Oh Stopp! Und was bringt dir der Aufbau deiner E-Mail-Liste?

Die Stimmen werden lauter: Konzentriere dich nicht nur auf Social Media, baue Beziehungen zu deiner Zielgruppe auf deinen eigenen Plattformen auf. Also auf deiner Webseite und deiner E-Mail-Liste.

Du weißt nicht, was morgen, übermorgen, oder nächstes Jahr mit den einzelnen Social Media Plattformen passieren wird. Wie sie entscheiden, was ausgespielt wird. Es gibt Algorithmen, die sich ständig anpassen und für sich entscheiden, wie sichtbar du bist.

Was hast du selbst in der Hand? Deine Webseite und deine E-Mail Liste. Du kannst schöne Bilder, fesche und witzige Storys und Reels in Facebook und Instagram posten (mach ich übrigens auch, wenn ich Lust dazu habe 😂). Ich finde das eine prima Möglichkeit sichtbarer zu werden. Meiner Zielgruppe die Chance zu geben, mich zu sehen, zu finden und mich kennenzulernen.

Die an dir Interessierten melden sich in deiner E-Mail Liste an, wenn du sie online von dir überzeugst. Mit Mehrwert und/oder mit deinen Werten, indem du es schaffst, dass sie sich von dir angesprochen fühlen.

Mit einer E-Mail-Liste kannst du Vertrauen aufbauen, zeigen, wer du bist und erste Hilfestellungen geben. Aus diesem Grund wird oft auch gerne gesagt, dass das Geld in deiner E-Mail-Liste liegt. Baue deine Liste auf, stärke die Beziehung zu deiner Zielgruppe und finde Produkte, die deine Zielgruppe großartig findet. Dann hast du einen spitzen Kanal, über den du verkaufen kannst.

Deine E-Mail-Liste bleibt, deine Social Media Reichweite kann morgen abstürzen, so richtig schnell und du kannst nicht viel dagegen tun.

3+ Tipps, dein Anmeldeformular für deinen Newsletter zu bewerben

Wenn du keine Webseite hast (oh ja, da stichele ich gerne), ist deine Anmeldeseite oft bei deinem E-Mail-Marketing-Anbieter beheimatet. Der Link zu deinem Anmeldeformular erhältst du direkt von deinem Tool. Dieser Link ist wichtig, kopiere ihn dir. Nun kann der Spaß beginnen.

  1. Auf deinem Facebook-Profil gibt es mehrere Möglichkeiten deinen Newsletter zu verlinken. Im Steckbrief, bei den Webseiten und hinter den Bildern. Wenn du das Titelbild und das Profilbild anklickst, gelangst du zu einem postähnlichem Beitrag und kannst dort geschickt etwas über deinen Newsletter oder dein Angebot schreiben, sowie dein Anmeldeformular verlinken. Zusatz-Tipp: Verlinke deine Facebook-Seite, so können Interessierte schneller zu deiner Facebook-Seite gelangen ohne lang rumzusuchen.

    Link des Anmeldeformulars angeben - Facebook Profil
    Link des Anmeldeformulars angeben – Facebook-Profil
  2. Auf deiner Facebook-Seite (dort präsentierst du dein Business) hast du viele Möglichkeiten dein Anmeldeformular anzugeben. Als Webseite in der linken Info-Box, als Button unter dem Titelbild. Zusätzliche Möglichkeiten geben dir das Titelbild und das Profilbild. Wenn du diese neu hochlädst, danach anklickst, kommt du zu einem postähnlichen Bereich, bei dem du Text hinterlegen kannst. Dort ist ebenfalls ein hervorragender Platz, dein Anmeldeformular und weitere Informationen zu deinem Newsletter oder Freebie anzugeben. Schau dir das gerne Live und in Farbe bei mir direkt auf der Facebook-Seite an. Klicke dazu z.B. auf das Titelbild oder das Profilbild auf meiner Seite.

    Link des Anmeldeformulars angeben - Facebook Seite
    Link des Anmeldeformulars angeben – Facebook-Seite
  3. Deinem Instagram Profil: In den Zeichen bist du eingeschränkt, meist reicht es für eine grobe Beschreibung deines Angebots. Hast du mehrere Links, auf die du verweisen möchtest, könntest du auf eine Sammelseite verlinken. Für den Anfang reicht es direkt auf dein Angebot zu verlinken.

    Link des Anmeldeformulars angeben - Instagram
    Link des Anmeldeformulars angeben – Instagram

Des Weiteren kannst du in deinen anderen Social Media Profilen, wie z.B. LinkedIn und XING dein Anmeldeformular verlinken und einen Link in deine E-Mail-Signatur einfügen. Auch besteht die Möglichkeit auf dein Angebot in unterschiedlichen Facebook-Gruppen hinzuweisen. In den nächsten Tagen werde ich noch weiter darauf eingehen.

Weitere Empfehlungen

Eine Webseite. Auf der Webseite hast du auch eine Fast-Geschafft- und eine Danke-das-hat-geklappt-Seite, die du hervorragend für Marketingzwecke nutzen kannst. Eine Fast-Geschafft-Seite ist die Seite, die dem Newsletter-Abonnenten nach dem Eintragen in das Anmeldeformular angezeigt wird. Die Danke-das-hat-geklappt-Seite erscheint, wenn der Newsletter-Abonnent in seinem eigenen E-Mail-Programm die Double-Opt-In-E-Mail öffnet und bestätigt, dass er deinen Newsletter haben möchte.

Rechtlich ist es notwendig, dass der Newsletter-Abonnent seine Eintragung in dein Anmeldeformular noch mal per E-Mail mit Klick auf einen Bestätigungsbutton oder -text bestätigt. Diese E-Mail heißt: Double-Opt-In-E-Mail. Oder im Deutschen auch eine E-Mail mit einem ausdrücklichen Zustimmungsprozess. Es ist nicht ausreichend sich nur über das Anmeldeformular anzumelden.

Das solltest du wissen

Deine Interessenten tragen sich nicht von allein ein
Du darfst nachhelfen. Indem du z.B. auf sehr vielen unterschiedlichen Stellen, wie deinen Social Media Profilen, deiner E-Mail-Signatur und Facebook-Gruppen auf deinen Newsletter hinweist. Mach es deinen potenziellen Newsletter-Abonnenten so leicht wie möglich.

Überlege dir, welchen Mehrwert du deiner Zielgruppe anbieten kannst. Großartig ist es, wenn du ihnen für ihre Anmeldung ein Goodie geben kannst, wie eine kostenlose Kostprobe, das Haben-Wollen auslöst.

Lass sie nach der Anmeldung nicht allein
Mir selbst ging es so im Jahr 2021. Ich habe meine Abonnenten nur angeschrieben, wenn ich wieder was neues ausgeheckt habe 🙈. Das sind verschenkte Chancen. Großartig ist es, wenn du wöchentlich einen Newsletter an deine Abonnenten sendest. Du kannst auch mit einer Willkommenssequenz starten und deinen neuen Abonnenten zuerst 2–4 E-Mails senden, in denen du dich und deine Produkte vorstellst. Ideal auch mit deinen besten Tipps und Tricks. Frage auch immer mal wieder nach, was sie gerade beschäftigt. Sodass du deine Inhalte auf ihre Bedürfnisse anpassen kannst.

 

Hast du schon eine E-Mail-Liste? Wenn ja, hast du eine Webseite? Wenn nein, planst du den Aufbau einer E-Mail-Liste? Hast du noch weitere Tipps, wo du deinen Newsletter promoten kannst? 

Über die Autorin

Ich helfe Selbstständigen und kleinen Unternehmen zu verstehen, was sie bei der Bearbeitung der Daten (insbesondere ihrer Kundendaten) beachten sollten und wie sie ein Konzept für den Datenschutz in ihrem Unternehmen erstellen können.

Außerdem habe ich eine Superpower: Ich mache aus Mandarinen Elefanten.

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